Top 5 Fehler, die Anfänger bei Epoxidharz machen – und wie du sie vermeidest

Wenn du neu im Umgang mit Epoxidharz bist, bist du nicht allein!
Dieses vielseitige Material bietet unzählige kreative Möglichkeiten – von Schmuck über Kunstwerke bis hin zu Wohnaccessoires. Doch gerade Einsteiger stossen schnell auf typische Probleme: Blasen im Harz, klebrige Oberflächen oder unerwartete Ergebnisse.
Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Wissen lassen sich diese Fehler leicht vermeiden.
In diesem Artikel erfährst du die 5 häufigsten Fehler bei Epoxidharz und bekommst praktische Tipps, wie du sie Schritt für Schritt umgehen kannst. So sparst du dir Zeit, Geld und Nerven – und kannst dich ganz auf die Freude am Giessen, Gestalten und Kreieren konzentrieren.
Am Ende wirst du sicherer im Umgang mit Epoxidharz sein und bereit, deine eigenen Projekte ohne die klassischen Anfängerprobleme umzusetzen.
1. Harz und Härter nicht genau abmessen

Einer der häufigsten Anfängerfehler ist das Schätzen statt exaktes Abmessen von Harz und Härter. Epoxidharz ist ein Zweikomponentensystem — nur das richtige Mischverhältnis garantiert vollständiges Aushärten und eine belastbare, nicht-klebende Oberfläche.
Was passiert, wenn du das Verhältnis falsch wählst?
Bei zu viel oder zu wenig Härter bleibt die Oberfläche klebrig oder weich, das Harz härtet unvollständig aus und die mechanischen Eigenschaften verschlechtern sich.
So vermeidest du den Fehler:
-
Immer nach Gewicht messen ( Art & Craft nach Volumen). Verwende eine digitale Präzisionswaage mit TARA-Funktion.
-
Wiegen in sauberen, separaten Mischbechern: erst Harz, TARA setzen, dann Härter hinzufügen.
-
Produktspezifische Mischverhältnisse (Artline Epoxy Resin):
-
Super Gloss, Deep Casting, Artwork & Topcoat, Bodenbeschichtung Grundierung: 2 : 1 (2 Teile Harz : 1 Teil Härter) — nach Gewicht.
-
Casting, Deep Pour, Bodenbeschichtung Rollbeschichtung : 3 : 1 (3 Teile Harz : 1 Teil Härter) — nach Gewicht.
-
Ocean Wave: 1 : 1 (1 Teil Harz : 1 Teil Härter) — nach Gewicht.
-
Art & Craft, Fluid Art: 1 : 1 (1 Teil Harz : 1 Teil Härter) — nach Volumen.
-
-
Messergebnisse zweimal prüfen und erst dann mischen. Kleine Abweichungen können grosse Wirkungen haben.
-
Nach dem Abmessen gründlich, aber langsam und gleichmässig umrühren — dabei auch Boden und Rand des Bechers freirühren.
Immer genau abwiegen – niemals nach Augenmass!
Schon kleine Abweichungen beim Mischverhältnis von Harz und Härter können dazu führen, dass das Epoxidharz nicht richtig aushärtet oder klebrig bleibt. Nimm dir daher Zeit, überprüfe deine Messungen zweimal und mische die Komponenten sorgfältig, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Tipp: Verwende eine digitale Waage mit TARA-Funktion für präzises Abwiegen – so minimierst du Fehler und stellst perfekte Ergebnisse sicher.
2. Zu schnelles oder unzureichendes Mischen

Ein weiterer typischer Anfängerfehler beim Arbeiten mit Epoxidharz ist das falsche Mischen von Harz und Härter. Hier passieren zwei Dinge besonders oft: zu schnelles Rühren oder zu kurzes Mischen.
Was dabei schiefgeht:
-
Zu schnelles Rühren: Es entstehen viele kleine Luftblasen, die im Harz eingeschlossen bleiben und später das fertige Projekt trüben.
-
Unzureichendes Mischen: Härter und Harz verbinden sich nicht vollständig. Das Ergebnis sind klebrige Stellen oder Bereiche, die nie richtig aushärten.
So vermeidest du diesen Fehler:
-
Langsam und gleichmässig rühren – idealerweise 3–5 Minuten.
-
Achte darauf, die Seitenwände und den Boden des Mischbechers gründlich abzukratzen.
-
Die Mischung sollte homogen und streifenfrei sein, bevor du sie verarbeitest.
-
Wenn du unsicher bist: Double-Cup-Mixing anwenden. Dabei giesst du die angerührte Mischung in einen zweiten, sauberen Becher und rührst erneut. So stellst du sicher, dass keine ungemischten Reste im Gefäss verbleiben.
Profi-Tipp: Nutze zum Umrühren am besten einen Holz- oder Silikonspatel. Zu kleine Hilfsmittel vermengen das Material nicht gleichmässig genug.
3. Giessen von Harz in zu dicken Schichten

Viele Anfänger möchten ihre Projekte möglichst schnell
fertigstellen und giessen deshalb eine dicke, tiefe Schicht Epoxidharz. Das klingt praktisch – ist aber einer der grössten Fehler bei der Verarbeitung.
Was dabei schiefgeht:
-
Überhitzung: Da Epoxidharz beim Aushärten Wärme erzeugt, kann eine zu dicke Schicht zu starker Hitzeentwicklung führen.
-
Verformungen & Risse: Überhitztes Harz kann sich verziehen, reissen oder die Form beschädigen.
-
Vergilbung: Durch die Hitze kann das Harz dauerhaft einen unschönen Gelbstich entwickeln.
So vermeidest du diesen Fehler:
-
Schichtweise arbeiten: Giesse lieber mehrere dünne Lagen statt eine einzige dicke Schicht. Für normale Anwendungen mit Casting Resin empfiehlt sich eine maximale Schichtdicke von bis zu 2 cm.
-
Zwischenschichten aushärten lassen: Jede Lage sollte vor dem nächsten Guss vollständig aushärten, um Überhitzung und Spannungen im Material zu vermeiden.
-
Giesstiefe beachten: Unterschiedliche Epoxidharze sind für verschiedene Giesstiefen optimiert, Beispiesweise:
-
Casting Resin → bis 2 cm pro Schicht.
-
Deep Casting Resin → bis 5 cm pro Schicht.
-
Deep Pour Resin → bis 12 cm in einem einzigen Guss.
Durch die richtige Wahl des Harztyps und das Einhalten der empfohlenen Schichtdicken stellst du sicher, dass dein Projekt klar, stabil und ohne Vergilbung aushärtet.
Fazit:
Wenn du dich an diese Richtlinien hältst, bleibt dein Epoxidharz klar, blasenfrei und stabil, ohne Hitzeschäden oder Verfärbungen.
Profi-Tipp: Arbeite in einem gut belüfteten Raum und kontrolliere die Temperatur. Mit einem Infrarot-Thermometer (gibt’s auch im Shop ) behältst du die Aushärtungswärme im Blick.
4. Arbeiten in der falschen Umgebung

Die Umgebungsbedingungen haben enormen Einfluss auf das Ergebnis deines Epoxidharz-Projekts. Viele Anfänger unterschätzen, wie wichtig Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sauberkeit beim Arbeiten sind.
Was dabei schiefgeht:
-
Zu kalter Raum: Die Aushärtung verlangsamt sich erheblich, das Harz bleibt lange weich oder klebrig.
-
Hohe Luftfeuchtigkeit: Es können trübe Stellen oder dauerhaft klebrige Oberflächen entstehen.
-
Staub & Tierhaare: Winzige Partikel setzen sich während der Aushärtung auf dem Harz ab und ruinieren das Finish.
So vermeidest du diesen Fehler:
-
Saubere Arbeitsumgebung: Arbeite in einem staubfreien Raum ohne Zugluft. Decke dein Projekt beim Aushärten vorsichtig mit einer Abdeckung (z. B. Kartonbox) ab.
-
Optimale Temperatur: Halte die Raumtemperatur bei 22–25 °C.
-
Luftfeuchtigkeit niedrig halten: Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit unter 60 %.
-
Bei Kälte nachhelfen: Falls der Raum zu kalt ist, kannst du ihn vor dem Giessen mit einem Heizlüfter oder Infrarotstrahler aufwärmen.
Ein kleines Thermo-Hygrometer hilft dir, Temperatur und Luftfeuchtigkeit genau im Blick zu behalten – ein nützliches Tool für jede Harzwerkstatt.
5. Poröse Oberflächen vor dem Giessen nicht abdichten

Einer der am häufigsten übersehenen Fehler bei Epoxidharz-Projekten ist das Überspringen der Versiegelungsschicht, insbesondere bei Materialien wie Holz, MDF oder anderen porösen Untergründen.
Was dabei schiefgeht:
-
Blasenbildung: Offene Poren geben während des Aushärtens Luft ins Harz ab – es entstehen unschöne Blasen.
-
Ungleichmässige Aufnahme: Poröse Materialien saugen Harz unregelmässig auf, wodurch fleckige Stellen oder ein stumpfes Finish entstehen.
-
Verlust der Klarheit: Statt einer glasklaren Oberfläche wirkt das Endprodukt trüb und unruhig.
So vermeidest du diesen Fehler:
-
Poröse Oberflächen immer mit einer dünnen Versiegelungsschicht vorbehandeln.
-
Dadurch werden die Poren geschlossen, eingeschlossene Luft blockiert und Blasenbildung verhindert.
-
Verwende dafür ein Crystal Clear Casting Epoxidharz – ideal wegen seiner niedrigen Viskosität, klaren Optik und starken Haftung auf Holz & Co.
Besonders bei Projekten mit Deep Casting oder Deep Pour Epoxidharz (z. B. River Tables) ist die vorherige Versiegelung entscheidend. Sie sorgt für eine perfekt glatte, blasenfreie Oberfläche und hebt die Kristallklarheit deines Projekts auf ein neues Level.
Fazit: Anfängerfehler bei Epoxidharz vermeiden
Jeder macht Fehler, wenn er etwas Neues ausprobiert – und Epoxidharz bildet da keine Ausnahme. Die gute Nachricht: Mit etwas Vorbereitung und Wissen lassen sich die meisten Probleme ganz einfach umgehen.
Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:
-
Harz und Härter immer exakt abmessen.
-
Langsam und gründlich mischen.
-
In dünnen Schichten eingiessen, um Überhitzung zu vermeiden.
-
Auf eine saubere, stabile Umgebung achten.
-
Poröse Oberflächen vorab versiegeln.
Viele typische Anfängerfehler bei Epoxidharz lassen sich so vermeiden – und du erhältst garantiert klare, stabile und glänzende Ergebnisse. Egal ob du Schmuck, River Tables, Untersetzer oder Kunstwerke herstellst: Der Schlüssel zum Erfolg ist Geduld, Genauigkeit und Übung.
In unserem Epoxidharz-Shop findest du alles, was du brauchst – vom Casting Epoxidharz für dünne Schichten, über Deep Casting Epoxidharz und Deep Pour Epoxidharz für grössere Giessprojekte, bis hin zu praktischem Zubehör für perfekte Ergebnisse.
Viel Spass beim Resin-Basteln – und möge dein nächstes Projekt glatt, glänzend und fehlerfrei sein!
Teile deine Kreationen gerne mit uns auf Social Media und markiere uns – wir freuen uns auf deine Ideen!
