ANLEITUNG FÜR DIE BODENBESCHICHTUNG
In dieser Anleitung findest du detaillierte Anweisungen zur Herstellung deiner eigenen
Epoxidharz-Bodenbeschichtung.
Schritt-für-Schritt-Anleitung – Rollbeschichtung
In vielen Garagen oder Werkstätten sieht man den blanken Beton, der in manchen Fällen bereits Risse aufweist oder einfach unansehnlich aussieht. Auch wenn es sich hier um einen Hauswirtschaftsraum handelt und es daher keine Katastrophe ist, würde es sicherlich schöner und gepflegter aussehen, wenn der Garagenboden mit einer ansprechenden Bodenbeschichtung versehen würde. Außerdem ist einer der größten Nachteile des Betonbodens, dass sich mit der Zeit Flecken darauf bilden und er zudem schwer zu reinigen ist. Es gibt viele Gründe, sich gegen einen Betonboden zu entscheiden, wobei die optischen und reinigungstechnischen Probleme am häufigsten genannt werden. Wenn du dich entschieden hast, deinen Garagenboden mit Epoxidharz zu versiegeln, empfehlen wir dir, unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zu lesen. Hier findest du nützliche Tipps, die dir helfen und dir die Arbeit erleichtern werden. Das sind die Materialien, die du für die Arbeit benötigst:
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Grundierung
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Epoxidharz
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Reinigungsmittel (Aceton), Spachtel, Eimer, Staubsauger (falls erforderlich)
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Hochdruckreiniger oder Wasserschlauch mit Bürste.
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Nagelschuhe
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Rührstab, Bürste

Schritt Nr. 1 – Überprüfen Sie den Zustand des Garagenbodens
Bevor der Garagenboden mit einer Beschichtung versehen wird, muss der Betonboden vollständig abgekratzt werden. Sie müssen sicherstellen, dass der Boden vollkommen fest und intakt ist. Beschädigungen und Vertiefungen müssen aufgespürt und ausgeglichen werden, beispielsweise mit einer Ausgleichsmasse oder einem selbstnivellierenden Reparaturmittel. Die Festigkeit des Estrichs oder der Betonplatte lässt sich mit einem Hammer oder einem Kratztest überprüfen. Wenn sich bei dieser Prüfung Teile lösen, muss der Boden zunächst stabilisiert werden, bevor die Beschichtung aufgetragen wird. Nach der Reparatur wird die gesamte Oberfläche abgeschliffen.

Schritt 2 – Den Garagenboden reinigen
Wenn der Boden Verschmutzungen wie Ölflecken, Schmutz oder Farbreste aufweist, empfehlen wir dir dringend, diese zu entfernen, indem du den Garagenboden mit einem speziellen Reinigungsmittel für Betonböden reinigst. Der Boden muss sauber sein und darf keine größeren Beschädigungen aufweisen. Dies ist sehr wichtig, damit die Bodenbeschichtung gut haften kann. Nun sind einige Ausgleichsarbeiten erforderlich: Nehmen Sie einen Spachtel und kratzen Sie hartnäckigen und angetrockneten Schmutz vom Boden ab. Nimm nach dieser Arbeit einen Staubsauger zur Hand und entferne alle Partikel und Staubreste vom Boden. Verwende einen Ölfleckenentferner, um die verbleibenden Ölflecken zu beseitigen. Anschließend kannst du einen Hochdruckreiniger oder einen Gartenschlauch verwenden, um die Schmutzreste vom Boden abzuspritzen.
Wenn der Boden immer noch verschmutzt ist, kannst du spezielle Betonreiniger verwenden. Lass die Reinigungsmittel eine Weile einwirken und versuche dann, den Betonboden gründlich mit einer Scheuerbürste zu schrubben. Eine Saugdüse mit Gummilippe hilft dir dabei, die Reinigungsrückstände und das Wasser aus der Garage zu entfernen. Spüle nun alles mit klarem Wasser ab, und deine Garage sollte nun bereit sein, beschichtet zu werden.

Schritt 3 – Der Untergrund muss trocknen
Bevor Sie den Garagenboden beschichten, muss dieser absolut trocken und darf nicht einmal feucht sein. Anschließend muss der Untergrund gut trocknen. Es empfiehlt sich, den Feuchtigkeitsgehalt zu überprüfen. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass ein bestimmter Bereich mit Folie abgeklebt wird: Hat sich nach 24 Stunden Feuchtigkeit unter der Folie gebildet, ist der Boden noch nicht ausreichend trocken. Neue Betonplatten oder Estriche müssen mindestens 5 Wochen trocknen, bevor die Beschichtung aufgetragen werden kann.

Schritt Nr. 4 – Den Garagenboden grundieren
Sie können den Boden erst beschichten, nachdem Sie den stark saugfähigen Untergrund grundiert haben, da der Boden vor dem Beschichten wasserdicht sein muss. Die Flüssigkeit muss gründlich vermischt werden. Die Grundierung muss gleichmäßig mit einer Farbrolle aufgetragen werden, so als würden Sie den Garagenboden streichen. Das Beschichtungsmaterial muss auf dem gesamten Boden verteilt werden.
Achten Sie außerdem darauf, dass sich die einzelnen Streifen nicht überlappen.
Für Böden mit einer Fläche von 20 Quadratmetern oder weniger empfehlen wir, zwei dünne Schichten Grundierung aufzutragen (2 × 3 kg).
Mischen Sie 1,5 % Pigmentpaste darunter.
Die Grundierungsschicht muss in der Regel mindestens 2 Stunden trocknen.
Bei hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen ist Vorsicht geboten. Kondenswasser kann Flecken verursachen. Die ideale Verarbeitungstemperatur liegt zwischen 15 und 25 Grad. Die Grundierung muss ausgehärtet oder fast vollständig trocken sein, darf aber noch leicht klebrig sein, damit sich die Grundierung und die Rollbeschichtung nicht miteinander vermischen.

Schritt Nr. 5 – Bodenbeschichtung mit Pigmentpaste und ggf. farbigen Flocken auftragen
Nehmen Sie einen Mixer und beginnen Sie mit dem Anmischen der Bodenbeschichtung.
Mischen Sie 3 % Pigmentpaste unter, um ein farbiges Ergebnis zu erzielen. Beginnen Sie in einer Ecke mit dem Auftragen und arbeiten Sie sich so vorwärts. Sobald Sie einen Teil des Materials auf den Boden gegossen haben, müssen Sie zügig vorgehen und die Flüssigkeit mit einer Rolle verteilen. Sie müssen die Flüssigkeit Bahn für Bahn auf dem Garagenboden verteilen.
Achten Sie darauf, dass sich die Bahnen nicht kreuzen. Die selbstnivellierenden Schichten lassen sich besonders leicht auftragen. Sie verteilen sich von selbst auf der Oberfläche und gleichen gleichzeitig Unebenheiten aus. Arbeiten Sie zügig und verteilen Sie die gesamte Beschichtung ohne Unterbrechung auf dem Garagenboden.
Optional: Verteilen Sie die farbigen Flocken direkt nach dem Beschichten so gleichmäßig wie möglich auf dem Boden. Dadurch entsteht die sogenannte Pigmentierung
Am besten teilen Sie die Flocken in 4 Portionen auf, beschichten jeweils 1/4 des Bodens und streuen die Flocken darüber, wobei Sie stetig weiterarbeiten, bis der gesamte Boden fertig ist.
Anschließend ist es wichtig, dass Sie die vorgeschriebene Trocknungszeit einhalten, damit die Beschichtung ausreichend trocknen kann.

Optional
Bei Verwendung von farbigen Flocken
Schritt Nr. 6 – Tragen Sie die zweite Schicht der Bodenbeschichtung auf, siehe Schritt Nr. 5.
Wir empfehlen, nach dem Aufbringen der Farbchips auf das Epoxidharz eine zweite Schicht Rollbeschichtung aufzutragen. Der Grund für diese Versiegelung ist die Vermeidung scharfer Kanten. Durch das Verstreuen der Farbchips können diese aufstehen und scharfe Kanten bilden. Die Versiegelung glättet genau diese Kanten, wodurch die Oberfläche glatter wird.

Schritt Nr. 7 – Lassen Sie die Beschichtung aushärten
Die optimale Raumtemperatur zum Trocknen beträgt 20 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit muss mindestens 65 Prozent betragen. Wir empfehlen, 7 Tage zu warten, bevor Sie den frisch beschichteten Boden belasten.
Nach etwa 24 Stunden begehbar.
Chemisch ausgehärtet nach ca. 7 Tagen bei 20 °C.
Versuchen Sie, bei diesem wichtigen Vorgang Geduld zu bewahren, und ruinieren Sie Ihre eigene Arbeit nicht, indem Sie zu früh mit dem Auto in die Garage fahren. Ihre Geduld wird sich letztendlich auszahlen, da Ihre Garage bzw. der Untergrund nun vor Streusalz, Motoröl und Straßenschmutz geschützt ist.
Bitte beachten Sie, dass hohe Temperaturen zu einer schnelleren Aushärtung führen.
Arbeiten Sie daher bei kühlen Temperaturen.
Im Hochsommer ist bei Arbeiten in Räumen im Erdgeschoss Vorsicht geboten. Die Luft ist warm und feucht. Trifft die warme und feuchte Luft auf einen Boden, der etwa 15 Grad Celsius kühler ist, bildet sich Kondenswasser, was zu unschönen Flecken führen kann. Die ideale Temperatur für solche Arbeiten liegt zwischen 16 und 23 Grad Celsius.
WICHTIG:
Mischen Sie nur so viel Epoxidharz an, wie Sie verbrauchen möchten.
Mischen Sie das Epoxidharz in einem ausreichend großen Behälter, sodass es nicht zu hoch im Behälter steht – maximal 3 cm. Andernfalls kann das Epoxidharz überreagieren oder kochen.
Sobald das Epoxidharz (Harz + Härter) gemischt ist, muss zügig gearbeitet werden, da das Epoxidharz sonst aushärtet.
Zu viel Epoxidharz auf einmal und ungeeignete Behälter können zu übermäßiger Wärmeentwicklung führen, was wiederum eine schnellere Aushärtung der Materialien zur Folge haben kann.
